Endstation Schule?

Politik | Florian Skrabal | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

BILDUNG Triste Pisa-Studien, negative OECD-Bilanz, Kinder aus prekären sozialen Verhältnissen, Gewalt im Klassenzimmer. Wiens Hauptschulen und polytechnische Lehreinrichtungen haben Probleme. Umgegangen wird damit sehr unterschiedlich.

Es hätte an jeder Schule passieren können", sagt Direktor Otto Schmutz. Passiert ist es aber nicht an irgendeiner anderen Schule, sondern an seiner: dem Polytechnikum in der Schopenhauerstraße 81 in Wien-Währing. Dort eskalierte am 15. September des Vorjahres die Gewalt: Ein 15-Jähriger tötete in der großen Pause einen Mitschüler mit zwei Messerstichen.

Die Tat löste ein gewaltiges mediales Echo aus. Polytechnische Schulen galten schnell als Brutstätten schulischer Gewalt. Politiker verlangten nach Leibesvisitationen und Metalldetektoren. Dabei zeigt die Kriminalstatistik, dass die Zahl der Straftaten an Schulen sinkt. 10.408 Delikte von Jugendlichen wurden im Jahr 2005 angezeigt. Im Vergleich zum Jahr 2004 gingen die Delikte um zehn Prozent zurück.


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