BILDUNGSSTREIT

Bildungseliten vs. Kuschelschüler

Politik | Florian Skrabal | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

Vorletzter Platz bei der Akademikerquote, geringe Ausgaben für universitäre Bildung: Nach Pisa stellt nun auch die neueste OECD-Studie dem österreichischen Bildungssystem ein schlechtes Zeugnis aus. Wie ein Ausweg aus der Bildungsmisere aussehen kann, ist unter den Parteien umstritten. Einzig bei der Schülerzahl in den Klassen sind die Parteien einig: Maximal 25 Schüler sollen im Unterricht gemeinsam lernen. Davon war Österreich im Schuljahr 2005/06 allerdings weit entfernt: Zwei Drittel aller AHS hatten mehr Schüler in den Klassen; heuer sitzen bis zu 36 Schüler in einem Klassenzimmer. Für den Wahlkampf hat sich die Koalition nun durchgerungen, Maßnahmen zur Verringerung der Schülerzahlen "rasch umzusetzen".

Ansonsten stehen die Regierungsparteien ÖVP und BZÖ weiterhin zum Schulsystem, das Gymnasiasten und Hauptschüler trennt. Damit ignorieren sie die Empfehlung einer Studie der EU-Kommission, das Bildungssystem stärker in Richtung Gesamtschule zu entwickeln. Auch im internationalen


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