Von Achammer bis Zimmermann

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

Die postenschacher-Liste Vor sechs Jahren verkündete die Wenderegierung das Ende von Proporz, Parteibuchpolitik und politischer Freunderlwirtschaft. Was blieb von diesem Versprechen?

Österreich neu regieren" lautete der Slogan im Februar 2000. ÖVP und FPÖ versprachen, in Zukunft werde bei Postenbesetzungen nicht das Parteibuch, sondern die Qualifikation zählen. Der grüne Abgeordnete Karl Öllinger hat in mehr als hundert Anfragen nachrecherchiert, wer nun tatsächlich Karriere gemacht hat. "Gegenüber den rot-schwarzen Regierungen hat die Zahl der Personen, die aus Ministerkabinetten oder dem Parteiumfeld in Ministeriumssektionen oder staatsnahe Betriebe kamen, unvergleichbar zugenommen", sagt der Grüne. Es seien darunter zwar auch fähige Personen, "aber vor allem die FPÖ und später das BZÖ hat zum Teil äußerst wenig qualifizierte Parteigänger untergebracht". Der Falter hat zu Öllingers Liste noch einige Namen dazu recherchiert und dokumentiert 101 schwarz-blau-orange Personalentscheidungen:


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