"Politischsein ist peinlich"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

GESPRÄCHSREIHE Die Berliner Theoretikerin Katja Diefenbach über den aufgeklärten Zynismus, politisches Engagement und das "erfolgreiche Scheitern" von linker Kultur und Subkultur.

Katja Diefenbach gilt als eine der eloquentesten jungen deutschen Philosophinnen an der Schnittstelle von Poptheorie und postautonomer Szene. Sie unterrichtete als Dozentin an der Humboldt-Universität und der Hochschule der Künste, publiziert zu Poststrukturalismus, veröffentlichte ein Buch mit dem Titel "Belgrad Interviews" und ist Mitbetreiberin des Verlags und der Buchhandlung bbooks in Berlin-Kreuzberg. Donnerstag kommender Woche ist sie in der Reihe "Genial dagegen" zu Gast, einer Kooperation des Kreisky-Forums und des Falter.

Falter: Kann man heute noch politisch aktiv sein? Die Rebellenpose ist doch nur mehr Zitat, noch dazu ein kommerzialisiertes. Gibt es einen Ausweg aus der Peinlichkeit?

Diefenbach: Peinlichkeit ist eigentlich eine interessante Geste; und ich frage mich, ob es überhaupt möglich


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