Psychedelischer Samba

Klaus Taschwer | Kultur | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

MUSIK Marisa Monte ist einer der großen Stars der brasilianischen Popmusik. Dieser Tage kommt sie mit zwei neuen Platten im Gepäck nach Wien. Porträt einer notorischen Frohnatur.

Für eine einzige Person klingt das alles recht unvereinbar. Aber es gibt sie, die Musikerin, die einerseits vor mehr als 100.000 Leuten auftritt und mit der Freejazz-Avantgarde New Yorks spielt. Die mit Ex-Talking-Head David Byrne im Duo singt und ein eigenes Label betreibt, mit dem sie auch die Sambatradition aus Rio bewahren will. Die sich vom Minimalkomponisten Philip Glass Arrangements schreiben lässt, rund sechs Millionen CDs unter eigenem Namen verkauft hat und kürzlich Ukulele gelernt hat.

Diese Frau heißt Marisa Monte (was wie "Monschi" ausgesprochen wird) und ist einer der Superstars der Música popular brasileira, also der brasilianischen Popmusik. Ganz entgegen ihrer üblichen Praxis, sich mit CD-Veröffentlichungen viel Zeit zu lassen, hat die Sängerin, Komponistin und Produzentin in diesem Jahr

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