BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

Der 2004 im Alter von nur 45 Jahren verstorbene Bernd Pfarr ist neben Michael Sowa der wohl bedeutendste Humormaler Deutschlands. Geschult an Vorbildern wie Henri Matisse oder Edward Hopper hat er seine Ansichten von Menschen in Kleinstädten, Wohnzimmern und Zwangslagen oft in ein melancholisches Licht von gedämpftem Leuchten getaucht. So schön diese auch anzusehen sind, erschließt sich die eigentliche Pointe doch erst aus den liebevoll elaborierten Bildunterschriften wie etwa der zum oben abgebildeten Opus: "Wahrscheinlich hätte Bergsteiger Alois Imboden nicht für verschollen erklärt werden müssen, hätte er den frisch gefeudelten K2 mit sauberen Schuhen betreten."

Bernd Pfarr: Die Herren der Schöpfung. Hrsg. und mit einem Nachwort von Gabriele Roth-Pfarr. Mit einem Vorwort von Elke Heidenreich. Frankfurt a.M. 2006 (Edition Büchergilde). 144 S., mit 120 farb. Abb., E 30,80 / K. N.


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