New Yorker wie wir


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

NEUES LOKAL In amerikanischen TV-Serien essen die coolen New Yorker mittags immer spezielle Suppen und frische Salate - und wir jetzt auch.

Anstellen kommt in Wien ja generell eher nicht so gut, in New York ist es Alltag. Auch im Stehen essen gilt bei uns nicht unbedingt als der Inbegriff der entspannten Gemütlichkeit, in New York geht es angesichts einer Mittagspause von dreißig Minuten oft gar nicht anders; und macht man sich in Wien der Subversivität verdächtig, wenn man sein Mittagessen mit Suppe, Salat, aber ganz ohne Leberkäse bestreitet, so erntet man in Manhattan eher Unverständnis, wenn man sich mittags das große Stück vom toten Tier reinschiebt.

Und weil "Seinfeld" Kult war, und man sich den Ostküstenbüroalltag auch in diversen anderen Serien zur Genüge vergegenwärtigen konnte und kann, nimmt die US-amerikanische Mittagessen-Kulturimperialisierung halt ihren Lauf - wobei es wirklich Schlimmeres gibt.

Seit zwei Wochen hat am Anfang der Wipplingerstraße - die Bankendichte

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