Arnolds Land

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

Kommentar Die Einbindung in die EU hat Österreich trotz Turbulenzen Normalität verliehen. Nach Haider fragt keiner mehr.

Vorbei sind die drängenden Fragen nach Jörg Haider oder Kurt Waldheim, denen früher regelmäßig jeder Österreicher nach Überschreiten der rot-weiß-roten Staatsgrenze ausgesetzt war. Die österreichische Politik macht keine Schlagzeilen mehr. Sogar Washingtoner Taxifahrer kommentieren erfreut "Oh, Arnold", wenn sich herausstellt, dass der Fahrgast aus Austria kommt, statt vorsichtig zu erkunden, ob Hitler wirklich noch so populär sei in diesem fernen Land. Mit der in der Regel nicht sehr schmeichelhaften internationalen name recognition für österreichische Politiker ist es vorbei. Dem Reisenden gibt das wieder die angenehme Anonymität des Bürgers eines der unzähligen Kleinstaaten der EU zurück, der in seiner realen Bedeutung irgendwo zwischen Estland, Dänemark und der Slowakei angesiedelt ist. Bedauern mag man nur, dass die erstaunliche Geschichte vom Haider'schen


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