Ausgangslage schwierig

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

Kommentar Die neue Bundesregierung steht vor Rekordarbeitslosigkeit, ungerechter Verteilung und wachsendem Budgetdefizit. Keine einfache Aufgabe.

Fragt man nach dem größten Problem der heimischen Wirtschaft, so antwortet die Mehrheit der Bevölkerung: die hohe Arbeitslosigkeit. Mit Recht, denn etwa 340.000 betroffene Menschen im Jahresdurchschnitt stellen einen Rekordwert und einen Anstieg um etwa 80.000 seit dem Jahr 2000 dar. Drei Gründe machen die Arbeitslosigkeit zur zentralen Herausforderung für die Wirtschaftspolitik der nächsten Bundesregierung. Erstens, das individuelle Leid, das vor allem mit länger dauernder Erwerbslosigkeit verbunden ist. Mehr als ein Drittel der Langzeitarbeitslosen sind armutsgefährdet und die Glücksforschung zeigt, dass der Verlust des Arbeitsplatzes die Lebenszufriedenheit markant verringert.

Zweitens, die mit der hohen Arbeitslosigkeit verbundene steigende Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen. Sie ist besonders ungerecht, da sie vererbt wird:


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