Tiefer geht's nicht

Vorwort | Herbert Krejci | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

Kommentar Nach dem Machtwahn der vergangenen Jahre sollte es zu einer großen Koalition kommen - mit vielen nicht zu leugnenden Schwächen und Problemen.

Wer über Jahrzehnte Wahlkämpfe in Österreich beobachten konnte, traut sich selbst ein hohes Maß an Abgebrühtheit zu. Allein, die Wirklichkeit ist immer noch stärker. Besser gesagt: Tiefer geht's nicht mehr, denn die in den letzten Wochen gebotene Niveaulosigkeit, Gehässigkeit und Unaufrichtigkeit dem Wahlvolk gegenüber war nicht mehr zu unterbieten. Darüber wird nach dem 1. Oktober noch zu reden sein, ebenso über die zuweilen sehr dubiose Rolle der Justiz, vor allem über so manchen merkwürdigen "Zufall".

Und wieder - auch das ist aus Sicht über Jahrzehnte hinweg nichts Neues - wird einem das Argument "Richtungswahl" entgegengehalten, so, als ob manche erdachte Konstellation dem Weltuntergang gleichkäme. Dass allfällige, überholte ideologische Bäume nicht in den Himmel wachsen, dafür sorgt schon die Zugehörigkeit zur EU.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige