WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

WAS WAR

Stenzel gegen Caritas Bekanntermaßen will ÖVP-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel den Stephansplatz vor Gesocks bewahren, nur mehr kirchliche Veranstaltungen sollen dort erlaubt sein. Vergangene Woche bekam sogar die Caritas ihr Fett ab, weil sie vor dem Steffl ihren Aktionstag, Thema Armut, absolvierte. Die Aktion würde "jeder SPÖ-Veranstaltung zur Ehre gereichen", murrte Stenzel.

WAS KOMMT

Epstein-Vorlesungen Jahrelang hat Leon Zelman für ein "Haus der Toleranz" im Palais Epstein gekämpft, aber das Parlament legte sich als Eigentümer quer. Im Vorjahr erfüllte ihm ÖVP-Nationalratspräsident Andreas Khol wenigstens seinen langgehegten Wunsch nach einer Ausstellung im Parterre und im 1. Stock. Am 3. Oktober um 17.30 Uhr startet der Leiter des Jewish Welcome Service dort eine eigene Vorlesungsreihe zum jüdischen Leben in Wien. Zelman widmet sich im Eröffnungsvortrag - wie könnte es anders sein? - dem Epstein und seiner bewegten Geschichte als letztem jüdischem Ringstraßenpalais.

WAS FEHLT

Konsequenzen für Mainoni Verkehrsstaatssekretär Eduard Mainoni (BZÖ) plauderte in einem von der Zeit veröffentlichten Interview frei von der Leber weg: Bei der Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern "haben wir uns eingekauft", um "bei den jüdischen Organisationen den Rücken frei zu haben". Auch die Angst vor Ausländern sei von der damaligen FPÖ bewusst angeheizt worden: "Wenn wir das in Österreich zum Thema erheben, haben wir Sympathien, haben wir eine Wählerklientel, die zutiefst verunsichert ist." Mainoni ist weiterhin Staatssekretär und BZÖ-Spitzenkandidat in Salzburg.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige