Der Zundgeber

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

JUSTIZ In der Causa Bawag sickern aus der Staatsanwaltschaft andauernd vertrauliche Informationen. Die Behörde will nicht als Büttel der Parteipolitik dastehen und erstattet Selbstanzeige.

Wir sind nicht Fort Knox. Aber es kann nicht sein, dass wir offen sind wie ein Scheunentor", ärgert sich Werner Pleischl. Grund für den Zorn des Chefs der Wiener Oberstaatsanwaltschaft: Vergangene Woche fand nach einer Reihe von Indiskretionen auch der Inhalt der Bawag-Anklageschrift seinen Weg nach draußen. "Weil das alles keine Hetz" mehr ist, strengt die Staatsanwaltschaft jetzt ein Verfahren wegen Geheimnisverrats an. Ziel der Untersuchung, die voraussichtlich vom Straflandesgericht Graz oder Linz durchgeführt werden wird, ist es, die undichte Stelle zu stopfen. Zugleich soll die Staatsanwaltschaft vom Vorwurf befreit werden, sie hätte sich in der Bawag-Affäre politisch instrumentalisieren lassen.

Das seit längerem bestehende Leck in der Staatsanwaltschaft, so praktisch es für ausgewählte


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