"Richtiger Terror"

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

ARBEITSMARKT Kurz vor der Nationalratswahl hat das AMS sogar Akademikerinnen dazu verdonnert, auf Staatskosten Regale zu schlichten und Musliminnen gedroht, das Arbeitslosengeld zu streichen, wenn sie ihr Kopftuch nicht abnähmen.

Es war schrecklich", sagt Paula W. Die Mutter zweier Kinder, die aus Angst vor Schwierigkeiten mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) anonym bleiben möchte, erinnert sich: "Wir sind zu 200 in der AMS-Stelle im 5. Bezirk zusammengepfercht gestanden, nur Frauen, teilweise hochschwanger, teilweise mit schreienden Kindern, die AMS-Mitarbeiter waren völlig überfordert und brüllten herum." Vor zwei Wochen wurde der arbeitslosen Alleinerzieherin, die die Universität besucht und früher als Journalistin gearbeitet hat, vom AMS mitgeteilt, sie habe sich am 12. September in der AMS-Stelle Redergasse zu melden. Die Supermarktketten Zielpunkt und Plus würden Kassa-und Regalbetreuerinnen suchen, Arbeitsbeginn sei der 18. September, gearbeitet werden müsse bis zwei Wochen


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