Monotone Monologe

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

MUSIK Der deutsche HipHop geht am Zahnfleisch, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Eine Krankenakte zu neuen Platten von Bushido, Blumentopf und Dendemann.

Kollektivurteile sind gefährlich. Deshalb: Nein, deutscher HipHop ist nicht tot. Aber wann war noch mal die letzte wirklich gute Platte, die einem mehr als ein "Klingt okay" abgerungen hätte? "Blast Action Heroes" von den Hamburger Beginnern fiele einem noch ein, aber das ist auch schon wieder gut drei Jahre her. Danach: großes Schweigen, was die Qualität des Gebotenen angeht, während Aggro Berlin mit Dumpfreimen den großen Reibach machten.

Von einer Krise im deutschen Rap wird schon seit Jahren gesprochen, sogar das Krisengerede selbst sorgt schon für Gähnen. Am stärksten ist das Genre inzwischen von der Gleichgültigkeit bedroht, die ihm entgegengebracht wird. Außerhalb eingefleischter Zirkel interessiert sich kaum noch jemand für Beats, Cuts und Raps aus "Germoney". HipHop, die potenziell kreativste musikalische Ausdrucksform


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige