STREIFENWEISE

Kultur | Joachim Schätz, Michael Omasta | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

Neue Unterhaltungstechnologien erzeugen neue All-und Ohnmachtsfantasien: Pünktlich zum zehnten Geburtstag der DVD diesen September bekommt Adam Sandler in seinem neuen Lustspielvehikel "Klick" als gestresster Familienvater eine Fernbedienung geschenkt, mit der er sein Leben steuern kann wie einen Film im Patschenkino: Nervige Alltäglichkeiten (duschen, arbeiten, mit der Gattin reden) lassen sich vorspulen oder überspringen, Stresssituationen einfrieren und Lieblingserinnerungen noch einmal anschauen (wahlweise mit Audiokommentar von Brummelbass James Earl Jones). Der User nützt die neue Kontrolle über sein Leben vor allem zum Karrierefortschritt, bis das Gerät plötzlich (Bekehrung muss sein!) auf Autopilot umschaltet und ihn im Schnelldurchlauf durch sein restliches Leben jagt. Das hört sich verdächtig nach "Bruce Almighty" an und teilt mit dieser lauen Jim-Carrey-spielt-Gott-Klamotte nicht nur die Drehbuchautoren, sondern auch eine stark schwankende Gagtrefferquote und einen gefährlichen


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