Rebellion im Einmachglas

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

FILM Der iranischstämmige Wiener Filmemacher Arash legt mit der autobiografischen Doku "Exile Family Movie" eine unterhaltsame Tragikomödie vor.

Arash, es wäre besser, wenn du mit diesen Dokumentarfilmen über die Familie aufhörst und dich mit kreativeren Themen und gesellschaftlich relevanten Filmen beschäftigst", bittet der Vater den Filmemacher in die Kamera. Dass Arash T. Riahi uns diese Aufforderung keine fünf Minuten nach Beginn des Films zeigt, ist typisch für den leichten, gelegentlich kokett selbstbewussten Tonfall von "Exile Family Movie": Denn kreativ gestaltet und gesellschaftlich relevant ist sein autobiografisches Porträt einer verstreuten Familie allemal.

Anhand privater family movies und Videobotschaften aus Arashs Familie erzählt der Film von Familiengemeinschaft in Zeiten der Globalisierung und vom Leben mit kulturellen Differenzen in der heraufdräuenden Ära Bush - und ist dabei so trocken witzig und emotional eingängig, dass er sich als veritabler crowd pleaser


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