Für immer zwölf

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

FILM Ein Film wie ein Weichtier, ein Abenteuerspielplatz für Träume: Michel Gondrys märchenhafte Komödie "Science of Sleep".

Michel Gondry hat offenbar seltsame Vorstellungen davon, was ein Kinofilm ist: Er baut kleine Guckkastenbühnen, in denen er seine Darsteller Gael García Bernal und Charlotte Gainsbourg wie Marionetten hampeln lässt. Die Ausstattung besteht aus allerlei Tand, und gelegentlich packt er die Schauspieler in Katzenfellanzüge und lässt sie als niedlichste Band seit Auflösung der Moldy Peaches Velvet-Underground-Songs nachspielen. In die Fragmente einer Handlung drängen sich immer wieder Vignetten filmischer Experimente, animiert durchs Zimmer hüpfende Plüschponys oder die von Gondry entwickelte "Spin-Art" rotierender Farbkleckse.

Aber egal, ob filmisch oder nicht: Hat man sich erst einmal damit abgefunden, dass der von Gondry im Alleingang geschriebene "Science of Sleep" so ganz anders funktioniert als die früheren, noch relativ stringent erzählten Komödien


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