Geld her, sonst kracht's!

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

NATIONALRATSWAHL Kulturpolitische Anliegen spielen im laufenden Wahlkampf eine nebensächliche Rolle. Eine Reportage.

So eine lange Schlange hat sich Dimitre Dinev nicht erwartet. Geduldig warten die Menschen, bis das Kino endlich aufmacht. Der Schriftsteller bekommt gerade noch einen Stehplatz, dann beginnt der Film. "Vier Stunden lang ist niemand aufgestanden, nicht einmal, um aufs Klo zu gehen", erinnert sich Dinev. Gezeigt wurde "Szenen einer Ehe" von Ingrid Bergman, ein quälendes Beziehungsdrama.

Diese Anekdote aus seiner Jugend im kommunistischen Bulgarien erzählte der seit 1990 in Österreich lebende Schriftsteller auf einer Diskussionsveranstaltung des grünen Kultursprechers Wolfgang Zinggl im Keller der Akademie am Schillerplatz. Es ist Wahlkampf, und Zinggl trommelt für seinen Einzug ins Parlament; in einer Koalition der Grünen mit einer der beiden Großparteien könnte der Künstler und ehemalige staatliche Kunstkurator gar zum Minister aufsteigen. Freier Museumseintritt lautet


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