Ich und Picasso

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

KUNST Werner Spies kuratierte die Ausstellung über das Spätwerk Pablo Picassos in der Albertina. Eine Begegnung mit dem Kunsthistoriker, der nicht müde wird, das "Jahrhundertgenie" zu preisen.

Als Werner Spies Anfang der Sechzigerjahre nach Paris kam, war er ein junger Journalist mit einem Faible für alte Künstler. Er saß am Schreibtisch von Samuel Beckett, schaute Pablo Picasso beim Malen und Max Ernst beim Collagieren zu. Der 1937 in Tübingen geborene Kunsthistoriker machte das deutsche Publikum als Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der französischen Moderne vertraut. Er übersetzte Alain Robbe-Grillet, Marguerite Duras und Francis Ponge, hatte eine Professur für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der Kunstakademie Düsseldorf und war von 1997 bis 2000 Direktor des Centre Pompidou. Den 1973 im Alter von 91 Jahren verstorbenen Picasso lernte er kennen, als er ein Verzeichnis von dessen Skulpturen zusammenstellte.

"Es war meine Neugier", antwortet Spies auf die


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