Die Ausstellung

Letztes Winken

Stadtleben | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

Ab 1839 war es möglich, in Wien zu frühstücken, in Brünn mittagzuessen und am Abend in Wien in die Oper zu gehen: Die Eisenbahn machte das Leben schneller und veränderte die gewohnte Raum-Zeit-Relation der Menschen. Bahnhöfe wurden rasch zu den Palästen der modernen Zeit: "Seit 1826 in Darlington der erste Bahnhof der Welt eröffnet wurde, haben Bahnhöfe einen besonderen Platz im Herzen der Menschen", ist etwa in der Kulturgeschichte "Bahnhöfe der Welt", erschienen 1997, nachzulesen. "Der Reiz, den der große Bahnhof ausübte, war immer stark: Atemberaubende Weite, Würde und Stattlichkeit verschmelzen mit der schwindelerregenden Aussicht auf Abenteuer, Romantik, Flucht vor dem Alltag oder aufregende, ferne Ziele." Hundert Jahre lang war die Eisenbahn das wichtigste Verkehrsmittel, ab Mitte des 20. Jahrhunderts verlor die Bahn ihr Verkehrsmonopol an Flugzeug und Auto. Die Ausstellung "Großer Bahnhof - Wien und die weite Welt" versucht, das Phänomen Bahnhof in all seinen Bedeutungsschattierungen


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