Böse Steine

Steiermark Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

GESCHICHTE Der Historiker Stefan Karner soll die Vergangenheit von Martin Bartensteins KZ-Schloss aufarbeiten. Bei einer ähnlichen Aufgabe soll er wichtige Details vergessen haben.

Martin Bartenstein hätte sich bloß ins obersteirische Bretstein am Fuße des Großen Bösensteins verirren müssen, dann hätte er über die KZ-Vergangenheit seines Schlosses Bescheid gewusst: Auf einer Tafel an der dortigen Gedenkstätte werden alle steirischen Nebenlager des KZ Mauthausen angeführt, auch Bartensteins Schloss Lannach. In Bretstein existierte bekanntlich zwischen Juni 1941 und Juni 1943 eines der ersten Außenlager von Mauthausen. Dort leisteten 170 KZ-Häftlinge, bewacht von der SS und unter schwierigen klimatischen Bedingungen, Zwangsarbeit. Grund für das SS-Engagement im hochgelegenen Bergtal waren landwirtschaftliche Experimente: Die im SS-Besitz stehende Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung hatte einige Versuchsbauernhöfe angekauft und sich mit biologisch-dynamischer


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