Die steirischen Panther

Christian Maier | Steiermark Kultur | aus FALTER 39/06 vom 27.09.2006

STADTGESCHICHTE Seit 15 Jahren schärfen die Rosalila PantherInnen ihre Krallen gegen diskriminierende Paragrafen und fromme Bekehrungswünsche.

Straßenbahnfahrgäste sind sensible Zeitgenossen. Wer mit den GVB unterwegs sei, habe es bereits schwer genug, meinte 1992 die steirische PR-Firma Ankünder und weigerte sich, in Straßenbahnen Werbung für die erste schwul-lesbische Filmfestwoche zu schalten. Der Slogan "Er liebt ihn - Sie liebt sie" sei gegen die Sitte. Für die Vertreter der ein Jahr zuvor gegründeten Homosexuellenorganisation Rosarote Panther ein Rückschlag - wenn auch nur ein kurzfristiger. Mit hilfe des damaligen Bürgermeisters Alfred Stingl (SPÖ) konnten sie doch noch einen klassisch österreichischen Kompromiss durchsetzen. "Er mag ihn - Sie mag sie" blinkte es schließlich von den Tram-Anzeigetaferln.

Heute kann der Homosexuellenaktivist und Historiker Hans Peter Weingand darüber nur den Kopf schütteln. "In den letzten eineinhalb Jahrzehnten hat sich für uns vieles

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