Ohne Kunstblut

Maria Motter | Steiermark Kultur | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

Literatur Mit seinem Debütroman hat es Sasa Stanic auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Ein Gespräch mit dem jungen Grazer Stadtschreiber über die richtige Platzwahl im Theater, über Bosnien und die Träume alter Menschen.

Gerade fünf Tage ist Saa Stanic in der Stadt. Genug Zeit, um Kontakt zu lokalen jungen Schriftstellerkollegen aufzunehmen, beim steirischen herbst vorbeizuschauen und erste Eindrücke in seinem Blog ( www.kuenstlicht.de) festzuhalten: "Ich sitze bei Fritz Katers Stück in der ersten Reihe, ein Fehler. Niemals in diesen Stücken, wo so viel geschrien wird, in der ersten Reihe sitzen. Wo geschrien wird, wird auch herumgespuckt und das alles." Außerdem fand sich noch Gelegenheit, mit Marusa Krese, der vorigen Stadtschreiberin, zu lesen, in den netteren Lokalen der Stadt abzuhängen und die ersten Pläne für die nächsten zwölf Monate auf ihre Durchführbarkeit zu überprüfen. "Sich ein bisschen einmischen, helfend oder störend, je nach Bedarf",

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