Den herbst überleben

Steiermark Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

Herbst-Tagebuch II Über freie Radikale und darüber, was ein Festival so macht, wenn gerade weder geglückte Premiere noch langes Wochenende ist.

27.9.2006 Jeden Tag zwischen 16 und 17.30 Uhr schlittert Dejan Spasovik in die Krise. Kein Wunder: Der mazedonische Performancekünstler hat sich den härtesten Job des steirischen herbstes ausgesucht. Stundenlang sitzt er jeden Tag an seinem Stand im düsteren ersten Stock des Kunsthaus Graz - derzeit besser bekannt als "Grashaus Kuntz" oder so ähnlich -, umgeben von immer denselben, ziemlich zeitgenössischen Videoarbeiten, die er längst in-und auswendig kennt, und wartet auf Menschen, die ihm von ihren Ängsten erzählen. Und denen er dann selbstgebastelte Amulette mit auf den Weg gibt. Gegen Flugangst. Oder gegen unerwünschte Nebenwirkungen moderner Architektur oder Videokunst. Das Amulett könnte er sich eigentlich gleich selbst umhängen.

Wie Architektur tatsächlich auf Befindlichkeiten einwirkt, erklärte am Mittwoch der französische


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