Wir warten auf den Bus

Steiermark Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

THEATER Das zweite herbst-Wochenende brachte neue Produktionen von zwei alten Bekannten aus der internationalen Festivalszene.

Selten wurde Gewalt so lakonisch auf die Bühne gebracht wie in "The End of Reality" von Richard Maxwell. In dem Stück bekommen es die Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit einem höchst merkwürdigen Aggressor zu tun: Der Mann tritt mehrmals wortlos auf, um ansatzlos einen der Sicherheitsbeamten zu attackieren. Die "Angriffe" wirken ebenso linkisch wie die Abwehrmaßnahmen; erklärt oder kommentiert werden sie nicht.

Der 39-jährige amerikanische Autor und Regisseur Richard Maxwell ist ein Star des New Yorker Off-Off-Broadway und ein überaus gern gesehener Gast im internationalen Festivalzirkus. In Österreich waren Arbeiten von Maxwell bisher bei den Wiener Festwochen (2000) und der Sommerszene Salzburg (2003) zu sehen; mit "The End of Reality" war er jetzt erstmals in Graz zu Gast. Maxwells Stücke handeln meist von ganz banalen Situationen, die plötzlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige