In Kürze

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

OPER Jubel für die Solisten, allen voran für "Don José" Jean-Pierre Furlan, "Carmen" Kirstin Chávez und "Micala" Kate Ladner. Jubel, gemischt mit Buhs, für Regisseur Stefan Herheim. Schade, dass Opernpublikum so berechenbar ist. Denn Herheim hat seine "Carmen", die Sonntagabend in der Grazer Oper Premiere hatte, mit einer Fülle schlauer Ideen, Referenzen und Zitate angereichert, die Bizets Stoff über weite Strecken staubfrei halten, ja, dem eigentlich fest in der Tradition der Opéra comique verwurzelten Werk auch seinen ursprünglichen Witz zurückgeben. In Herheims "Carmen" darf gelacht werden - der norwegische Regiestar hat dafür auch eine ganze Reihe neuer, meist unpeinlicher Dialoge hinzugedichtet. Nur manchmal kippt der Witz in schalen Slapstick. Am besten funktioniert die Inszenierung dort, wo die beiden Ebenen der Handlung - sie spielt sowohl im Museum als auch gleichsam in den dort ausgestellten Bildern - intensiv miteinander kommunizieren, ineinander verfließen. Etwa


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