Lichten fichten lauschen

Steiermark Stadtleben | Johannes Frankfurter | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

MUSIK Beim musikprotokoll, das diese Woche den Schwerpunkt des steirischen herbstes bildet, hat Veränderung Tradition.

Als am 23. September 1968 im Stefaniensaal mit György Ligetis Chorwerk "Lux aeterna" das musikprotokoll eröffnet wurde, begann nicht nur für die Neugierigen unter den Besuchern klassischer Konzerte eine neue Ära. Fristete zeitgenössische Musik bis dahin in Österreich ein Nischendasein, so war sie nun zum ersten Mal öffentlich und bewusst subventioniert vorgestellt worden. Damals waren die Aufführungen von Werken Ligetis, Pendereckis - ihm war 1969 ein großes Chor-Orchesterkonzert gewidmet - oder Friedrich Cerhas, dessen "Spiegel VI" auch 1969 in Graz aus der Taufe gehoben wurde, revolutionäre, mutige Taten. Dass deren Werke inzwischen zu den Klassikern der Moderne mitsamt Aufführungsehren bei den Salzburger Festspielen gehören, hätten sich damals die Hörer und so manch peinlich berührter Kritiker-Papst wohl kaum vorstellen können.

Wie der steirische herbst


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