Kanzler Gusenbauer

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

Seinesgleichen geschieht Er war doch startklar. Rotschwarz kommt, aber es darf keinen Start in die Vergangenheit geben.

Nach der Wienwahl 2005 schrieb ich den ironischen, viel belächelten Satz: "Irgendwie ist die Gusenbauer-Debatte erstorben, in den Sektionen beginnt man bereits das gefällige Versmaß des vierhebigen Trochäus weiblicher Kadenz zu skandieren: Búndeskánzler Gúsenbáuer!" Dann kam die Bawag, es hatte sich ausgesungen. Nun singen sie wieder von der Sonne, die scheint, und den Eisenbahnervölkern, welche die Signale hören.

Überraschung: Es ist Wendezeit in Österreich. Warum gab es zuvor keine Wendestimmung? Es gab sie wohl, nur hatte sie niemand bemerkt. Wer von Sparmaßnahmen betroffen war, hatte sich offenbar nicht so artikuliert, dass die Meinungsforscher das wahrnehmen konnten. Bei der Klientel der ÖVP machte sich eine ebenso satte wie trügerische Kanzlerzufriedenheit breit, die zu Wahlabstinenz führte, weil die Schlacht vermeintlich schon gewonnen war. Die Gute-Laune-Show

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