Das opportunistische Prinzip

Matthias G. Bernold | Politik | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

ABGESANG Wenn wir einen nicht vermissen werden, dann ihn: KHG, den dubiosesten Finanzminister aller Zeiten. Kleine Bilanz einer Unerträglichkeit.

Es gäbe eine Ungustlgrenze, sagte ein SPÖ-Mitarbeiter bei der sonntäglichen Wahlfeier im Festzelt neben dem Burgtheater. Karl-Heinz Grasser werde - so der Mann weiter - bei einer Regierung mit SPÖ-Beteiligung sicher kein Ministeramt kriegen.

Was der politische Gegner übersieht: Karl-Heinz Grasser hat sich sehr wohl um etwas verdient gemacht. Immerhin gab er einem politischen Phänomen ein Gesicht. Der Kärntner ist die Personifizierung einer Politik neuen Zuschnitts, die sich ihrer Inhalte vollkommen entledigt hat und die kein anderes Ziel mehr kennt als sich selbst. Die fleischgewordene politische Ich-AG, das opportunistische Prinzip der Prinzipienlosigkeit.

Schon in den ersten eineinhalb Jahren als Finanzminister - Grasser übernimmt dieses Amt 2000 - gibt er 16 Millionen Euro allein für Werbung und obskure Beraterverträge aus. Als populärsten

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