Sweet Home Brüssel

Politik | Saskia Jungnikl | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

LISTE MARTIN Hans-Peter Martin hat den Einzug in den Nationalrat verpasst. Die Schuld dafür gibt er dem ORF, den anderen Parteien - nur nicht sich selbst.

Sie können essen, so viel Sie wollen - das zahlt nämlich nicht der Steuerzahler. Das geht alles auf meine Rechnung": Hans-Peter Martin, sonst als Geizhals verschrien, gibt sich gönnerhaft. Der Vorarlberger hat mit 2,8 Prozent zwar den Einzug in den Nationalrat verpasst, doch der Feierlaune am Wahlabend tut dies keinen Abbruch. Etwa vierzig Getreue bejubeln in der Meierei im Prater ihren Spitzenkandidaten - mit Sprechchören und Schulterklopfen, in sehr familiärer Atmosphäre. "Es ist schade, dass unser Anliegen bei der Bevölkerung nicht ankam", sagt Martin Walser, Kandidat der Weißen Liste, der nichts mit dem gleichnamigen berühmten Autor zu tun hat. "Aber wir haben gekämpft."

So versöhnlich gibt sich Spitzenkandidat Hans-Peter Martin nicht. Vor laufenden Kameras prangert er die vermeintliche "Zensurierung" durch den ORF an und


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