Analoge Doppelgänger

Joachim Schätz | Kultur | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

FILM Unter dem Titel "Ich ist ein anderer" nähern sich drei österreichische Filme auf unverkrampfte Weise vertrackten Fragen nach Identität und Differenz.

Zwei Tage vor dem Viennale-Ausnahmezustand, wenn die Aufnahmefähigkeit für ungewöhnliche Laufbilder noch intakt sein sollte, zeigt der verdiente Wiener Filmverleih und-vertrieb sixpackfilm drei aktuelle dokumentarische und experimentelle Arbeiten aus Österreich: ein Verwechslungsdrama, eine Stummfilmkörperkomödie und ein Familienmelodram in insgesamt Eineinviertelstunden. Dass das Programm unter dem Motto "Ich ist ein anderer" steht, passt nicht nur deshalb gut, weil sixpackfilm, die Organisation zur Öffentlichkeitsschaffung für heimische Film-und Videokunst, damit die eigene Arbeit quasi durch die (Film-)Arbeit anderer vorstellt.

Auch auf der Leinwand tummeln sich die Stellvertreter und Doppelgänger: "Wenn jemand gesagt hätte, wen er töten soll, mich oder Olga, dann hätte ich gesagt: mich!", schildert in Kathrin Resetarits'

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