Big in Portugal

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

MUSIK Vor zwanzig Jahren war Lloyd Cole ein Star. Jetzt ist er keiner mehr, obwohl seine Platten um nichts schlechter sind als damals. Porträt eines verkannten Gitarrenpopgenies.

Vor zwei Jahren hat Lloyd Cole die alte Band noch einmal zusammengebracht. Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Debütalbums "Rattlesnakes" (1984) absolvierten Lloyd Cole and the Commotions eine sehr erfolgreiche Reunion-Tour durch Großbritannien. Sie spielten ausschließlich Songs der drei Commotions-Alben aus den Achtzigern, und die in Scharen gekommenen alten Fans waren glücklich. Auch Lloyd Cole hat die Konzerte genossen. "Ich bin froh, dass wir es gemacht haben. Nostalgie ist okay, solange sie nicht zum Fulltimejob wird." Aber obwohl zum Reunion-Konzert in London achtmal so viele Leute kamen wie zu Coles Soloauftritten, möchte er nicht mehr tauschen. "Mir ist damals klar geworden, dass ich glücklicher bin mit dem, was ich jetzt mache."

Das Komische daran ist, das sich das, was Lloyd Cole jetzt macht, gar


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