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Kultur | Peter Fuchs | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

Simon ist arbeitslos, will das aber auf originelle Weise ändern. Er präsentiert dem Theaterpublikum seine Fähigkeiten als dramatisierten Lebenslauf. Das Theater Drachengasse zeigt "Die sieben Tage des Simon Labrosse" (bis 14.10.) von Carole Frechétte (Regie: Katrin Schurich). Der Geschäftsmann engagiert dafür auch Assistenten, die jedoch eigene Botschaften kommunizieren wollen. Nathalie (pointiert schrill: Pilar Aguilera) sucht die totale Entfaltung ihrer inneren Organe. Leo, durch einen Gehirndefekt rüder Pessimist, will sein Gedicht "Es regnet Ziegelsteine auf die ekelhafte Welt" deklamieren (Christian Strasser rockt!). Deshalb enden die Jobwünsche, ob Gefühlsstuntman, Egoschmeichler oder Liebhaber auf Distanz, meist im komischen Chaos. Die Ich-AG Simon (smart verzweifelnd: Michael Smulik) scheitert nicht nur an absurden Varianten gängiger Geschäftsmodelle und den neoliberalen Umständen. Er hört einfach nicht auf seine inneren Stimmen, personifiziert von Nathalie und Leo.


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