BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

Seit dreißig Jahren sammelt der Schweizer Uli Sigg chinesische Kunst des 20. Jahrhunderts. Durch sein großes Engagement hat er in den turbulenten Jahren nach Maos Tod Arbeiten bewahrt, die heute in alle Winde zerstreut wären. Während die chinesischen Museen der Gegenwartskunst bis vor kurzem misstrauisch gegenüberstanden, besuchte Sigg Ateliers und Untergrundausstellungen und kaufte von Künstlern, deren Preise im heutigen China-Boom in die Höhe schnellen. Als ehemaliger Botschafter in Peking erwarb Sigg auch Malerei des sozialistischen Realismus, die jetzt Teil der Ausstellung "Mahjong" in der Hamburger Kunsthalle ist. Der dazu erschienene Katalog mit hervorragenden Texten von Hou Hanrou, Feng Boyi oder Ai Weiwei und Informationen zu über achtzig Künstlern stellt ein Standardwerk über Chinas Avantgarde dar.

Bernhard Fibicher, Matthias Frehner (Hg.): Mahjong. 2005 (Hatje Cantz). 360 S., E 51,20 / N. S.


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