PHETTBERGS PREDIGTDIENST

Der S/M ist Liebesakt

Stadtleben | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

... Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt ...

Gen 2,18-24 (1. Lesung am 27. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres B)

Während ich das jetzt schreibe, liegt es vor uns, dass ich "als Schussel sogar noch den Schüssel wähle irrtümlich bei der Nationalratswahl", sagten die McGoohans und ihr Kater mit dem weißen Punkt am Ende und gründeten eine Gebetsliga für mich, den Alzheimer-Dräuenden, während Sie das aber lesen, Duhsub, liegt es schon hinter uns, formuliert sich jedoch weiterhin als Gegenwart. Erfüllt aber bin ich von dem Bild, dass der Beichtvater dem Papst den Arsch aushaut. Andrea Dusl wüsste sicher, wie es zu dieser Formulierung kam. Weil wenn wo eine Delle ist, wird sie auch ausgehauen. Er behält die Mitra auf und muss das Messgewand raffen, sodass er seinen Arsch nackig machen kann. Und live im Fernsehen übertragen wird. Er wird über "das" Knie gelegt, muss deshalb die Einbeichtkabine verlassen und in die Kabine des Beichtvaters rüberwechseln, dort eben die Alba raffen und was er drunter hat respektive runterlassen, was er noch drunterer hat, damit der Beichtvater saftig zulangen kann, vielleicht 25, die Mitra verrutscht dem Papst in der Waagrechten, wie er da so liegt. Also wenn das auf Okto käme, würde ich nicht wegzappen. Betropitzt kommt dann der Benedikt aus dem Beichtstuhl, rot geworden und kirre, geschwächt, wie beim Fasten, sind wir gekräftigt. Und rückt sich die Mitra wieder gerade, diensteifrig eilt sein Zeremonier daher, doch er kommt zu spät, wird sein Leben lang sich fuchsen. Als ich noch ausgepeitscht wurde im Stadnikow, haben wir es immer so ausgetüftelt, dass der Werner, der den Engel gab und alles organisierte, den hübschesten Jeansboy im Publikum mit einer Preisermäßigung verlockte, mitten während der Verlesung des "Predigtdienstes", wo mich der Manuel fest prügeln musste hiezu, sodass aus der Verlesung ein Konzert entstand, wie ich schrie oder weinte, und der Jeansboy musste auf die Bühne klettern und Prügel und Vorlesung unterbrechen, laut und deutlich, und um ein Autogramm mich bitten.

Die ungekürzte Version des "Predigtdienstes" ist über www.falter.at zu abonnieren.


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