Von Bergen und Brüdern


Klaus Nüchtern
Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

EXTREMTOURISMUS Die Vermessung der Welt II: Christoph Ransmayr schickt ein irisches Brüderpaar in den Transhimalaja, um dort den letzten weißen Flecken auf der Weltkarte zu finden. ,

Christoph Ransmayr ist ein beharrlicher Entdecker und Erfinder letzter Welten. Echte Wüsten und Eiswüsten, Einöden und entlegene Exile wechseln sich in seinem Werk ab, selbst das an sich nicht ganz unpittoreske Salzkammergut, in dem der 1954 in Wels geborene Schriftsteller aufgewachsen ist, wird in "Morbus Kitahara" - gemäß der alternate history eines verwirklichten Morgenthau-Plans - ins vorindustrielle Zeitalter zurückgebombt.

Elf Jahre danach knüpft nun auch "Der fliegende Berg" an diese Generalfantasie des posthumanen Großreinemachens an: "Denn so leuchtend, so leer/ und von allem Leben entblößt/ wie in der Eisregion, wie dort oben,/ war die Welt nicht nur schon einmal gewesen,/ sondern würde sie nach Ablauf messbarer Fristen/ auch wieder werden, eine Welt ohne uns." Neu ist der Einsatz eines

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