"Kompromissler, der ich bin"

Extra | Daniela Strigl | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

WIEDERZUENTDECKEN Gerhard Fritsch (1924-1969) ist eine der widersprüchlichsten Figuren der österreichischen Nachkriegsliteratur. Nun ist sein grelles Romanfragment "Katzenmusik" neu aufgelegt worden.

Schreiben Sie doch einen Roman, sagt Pepi Herzlich, wie ihn die Leute gerne lesen. Eine Hotelgeschichte mit interessanten Akteuren. Die Geschichte einer alteingesessenen Familie im Lauf der Zeit. (...) Bleiben Sie beim guten alten Realismus."

Das Romanfragment "Katzenmusik", in dem der Kurarzt das zu einem Autor sagt, der Fritsch heißt und den wir deshalb auch so nennen können, erfüllt diese Vorgaben - man ahnt es - eben nicht. Das heißt, "interessante Akteure" finden wir im Kur-und Wallfahrtsort Frauenberg im und um das Hotel Kaiserin Elisabeth schon, jedenfalls bizarre. Thomas Swedek zum Beispiel, der gratis im Hotel logiert, weil er Mercedes Marek, der Tochter des Hauses, nicht ohne Hintergedanken versprochen hat, ihre Dissertation zu schreiben, über "Das Motiv des Kuraufenthaltes in


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