Ängste, Späße und Neurosen

Extra | Leopold Federmair | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

PSEUDO-HISTORIE Die satzverliebte Felicitas Hoppe bringt in "Johanna" die gleichnamige Jungfrau von Orleans zum Swingen.

Damen und Herren! "Von der Revolution zu Napoleon, das ist ja nur ein Gedankensprung." "Sie lieben das Einfache, kann das sein?" "Ich stehe wie in den Boden geschraubt, so kommen wir nie über die Schwelle." "Johanna brennt, und ich schwimme." "Wozu also beten, wir können ja singen."

Das sind nur einige der Sätze und Satzmuster, die Felicitas Hoppe in vielfacher Variation in den Text ihres neuen Buchs hineinwebt. Manchmal sind es Sentenzen, tiefe oder scheinbare Weisheiten, manchmal Witze, flotte Sprüche, manchmal nur Scharniere, um im Text weiterzukommen. Natürlich erzählt die Autorin auch Geschichten - und, nebenbei, eine "große", altbekannte Geschichte: die von der Heiligen Jeanne d'Arc, der kriegerischen Jungfrau, an der sich vom guten Schiller über den Schlachthaus-Brecht bis zu George Bernard Shaw schon viele versucht haben. Die dicht gestaffelte Reihe von


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