Von Schülern und Schafen

Extra | Alexandra Millner | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

ARBEITSWELT In seinem dritten autobiografischen Roman erweist Frank McCourt dem Lehrberuf seine Reverenz und vermittelt nebenher ein Jahrzehnte umspannendes Panorama der amerikanischen Gesellschaft.

Mea culpa. Anstatt zu unterrichten, hab ich Geschichten erzählt. Nur damit sie ruhig sind und in ihren Bänken sitzenbleiben." Frank McCourts Erinnerungen dritter Teil liest sich wie die Bekenntnisse eines gerechtfertigten Sünders, des Lehrers McCourt im New York der Fünfziger-bis Achtzigerjahre. Dreißig Jahre lang unterrichtete er "Tag und Nacht und auch im Sommer" täglich bis zu fünf Klassen und 170 Jugendliche in Englisch. Es sind beeindruckende Zahlen, die McCourt hier zum Besten gibt, und noch eingängigere Anekdoten aus dem schwierigen Schulalltag, mit denen er seine autobiografischen Schriften fortsetzt: Nach dem großen Erfolg von "Die Asche meiner Mutter", den Erinnerungen an seine unglückliche irisch-katholische Kindheit im Armenviertel von Limerick, für die er vor exakt zehn


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