Hirnschmalz galore

Extra | Tobias Heyl | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

ZEITROMAN Richard Powers hat in "Das Echo der Erinnerung" wieder jede Menge gewichtige Themen hineingepackt - unter anderem die Ökologie, den Krieg gegen den Terror und die Hirnforschung.

Die geografische Mitte der USA liegt in Kearney im Bundesstaat Nebraska. Nur weil dort jedes Jahr die Kraniche auf dem Weg in ihre Brutgebiete Station machen, darf man dieses Kaff nicht vollkommen trostlos nennen. Kearney ist der Schauplatz von Richard Powers' neuem Roman, ein Schmöker wie der hochgelobte und außerordentlich erfolgreiche "Klang der Zeit", im Gegensatz zum Vorgänger jedoch ein geradezu familiäres Kammerspiel. Mit vergleichsweise wenigen Figuren entwirft Powers ein Genrebild der USA unserer Jahre, zerrissen zwischen äußerer Stärke und inneren Konflikten, religiösem Fundamentalismus und wissenschaftlicher Euphorie, dem Glanz der Metropolen und der Depression der Provinz.

Die Depression der Provinz: Gleich zu Beginn des Romans verunglückt Mark Schluter auf der nächtlichen Landstraße


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