Immer Ärger mit der Technik

Verena Mayer | Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

AUSTRALIEN II Gail Jones' "Traum vom Sprechen" verheddert sich in kommunikationstheoretischen Exkursen.

Ja, die Technik. Handy, Internet, E-Mail - alles Kommunikationsmittel, die die Menschen in dem Maße verbinden, in dem sie einander entfremden. Wir können uns auf immer mehr Arten mitteilen und reden doch aneinander vorbei. Ein altes Lied, aber immer wieder gut für ein Buch.

Die Australierin Gail Jones hat sich für dieses Dilemma in ihrem dritten Roman eine ambitionierte Form überlegt. "Der Traum vom Sprechen" ruht auf einem Beziehungsgeflecht von Leuten, die über die Kontinente miteinander kommunizieren, aber sich doch nichts zu sagen haben. Da wäre einmal die australische Studentin Alice, die in Paris lebt und mit ihrer in Australien verbliebenen Schwester in symbiotischem Gegeneinander verstrickt ist. In Briefen versuchen sie, Klärung herbeizuführen. Schwierig gestalten sich auch die Liebschaften zwischen Mann und Frau im technischen Zeitalter: "Alice rollte auf Stephens Körper,

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