Mehr als nur die Midlife-Crisis

Edgar Schütz | Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

KROATIEN Zoran Feric´s "Kinder von Patras" werfen einen sarkastischen Blick in die Abgründe einer ganz normalen Ehe.

Sarkasmus, der: Wikipedia versteht darunter beißenden und verletzenden Spott und Hohn. Er kann aber auch mit einer boshaften, bitteren Art der Ironie verbunden sein und birgt dann oft schwarzen Humor. Sarkasmus ist demnach (im Unterschied zum Zynismus) oft eine Reaktion auf eine Verletzung durch andere, auf eigenes Unglück, auf einen Angriff. Ein Mittel eben, sich zu wehren.

Wenn dem so ist, dann wehrt sich Zoran Feric´ gewaltig, was immer ihm auch widerfahren sein mag. Wie schon in seinem ersten Roman "Der Tod des Mädchens mit den Schwefelhölzchen" oder dem Erzählband "Engel im Abseits" fließt die Tinte in "Die Kinder von Patras" pechschwarz aus der Schreibfeder. Wieder wühlt Feric´ mit subtilem Genuss in den Wunden existenzieller Miseren. Die Menschen, von denen er erzählt, sind im Grunde weder besonders außergewöhnlich noch spannend, allerdings bewegen sie

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