Weg mit der Burka!

Extra | Evelyne Polt-Heinzl | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

DREISSIGERJAHRE Attia Hosains einziger Roman behandelt Indiens steinigen Pfad aus patriarchalen Traditionen.

Ferne Länder zu Gast bei der Frankfurter Buchmesse zeigen immer auch den Eurozentrismus unseres Lektürekanons. Im Vorfeld profitiert die Gilde der Übersetzer, und bei exotischeren Sprachen können da schon Engpässe auftreten. Das ist im Fall Indiens weniger zu befürchten, eher die Konzentration auf indische Literatur in englischer Sprache, die unvergleichlich leichter zugänglich ist als jene in einer der 17 anderen offiziellen Landessprachen.

Aus dem Englischen übersetzt ist auch der einzige Roman der 1913 in Indien geborenen Attia Hosain, die von 1947 bis zu ihrem Tod 1998 in London lebte und als Journalistin arbeitete. "Licht auf zerborstenen Säulen", zuerst 1961 in England erschienen, führt ins Indien der Dreißigerjahre, wo die Autorin ihre Jugend verlebte.

Erzählt ist das Buch aus der Perspektive der heranwachsenden Laila; sie lebt inmitten einer reichen moslemischen


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