Das bessere China

Kirstin Breitenfellner | Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

LANDESKUNDE Drei neue Bücher geben Auskunft über Indiens gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung, die indische Psyche und die Geschichte des Subkontinents.

Knapp mehr als eine Milliarde Menschen, dreißig Millionenstädte, eine halbe Million Dörfer und ein Mittelstand von 300 Millionen - zumindest rein zahlenmäßig stehen die Voraussetzungen nicht schlecht, dass Indien zur Weltmacht wird. Die Rechnungen von Software-Tycoons wie Azim Premji von Wipro oder Narayana Murthy von Infosys gehen indes schon heute voll auf: Weltweit ist bereits jeder dritte Software-Ingenieur Inder.

Mit seinen unzähligen Callcentern und der Lingua franca Englisch ist das Land mittlerweile jedenfalls zum größten Backoffice der Welt aufgestiegen. Dem Land der Superlative, das er über dreißig Jahre lang beobachtet hat, versucht der Spiegel-Journalist Olaf Ihlau in seinem Buch "Weltmacht Indien. Die neue Herausforderung des Westens" in 14 lose verbundenen Artikeln beizukommen. Indien sei, so Ihlaus Fazit,

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