Theorie der Praxis

Robert Czepel | Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

PHILOSOPHIE Eine Aufsatzsammlung von William James räumt mit einigen Fehldeutungen in Sachen Pragmatismus auf.

Was ist das: Wahrheit? Schlagen wir bei Thomas von Aquin nach, lesen wir "adaequatio rei et intellectus", also die Übereinstimmung des Denkens mit der Welt. Das ist schon einmal ein guter Anfang, nur bleibt offen: Ist Wahrheit etwas, das unabhängig von uns existiert und daher entdeckt werden muss? Oder ist sie etwas, das erst in der - erfolgreichen - Auseinandersetzung mit der Welt entsteht?

William James (1842-1910), einer der Hauptvertreter des US-amerikanischen Pragmatismus, hat die zweite Deutung favorisiert. Das liest sich dann so: "Das Wahre ist das Gegenteil von dem, was instabil und in praktischer Hinsicht enttäuschend ist, was lügt und was unzuverlässig ist, was nicht verifizierbar und unbeständig ist, was inkonsistent und widersprüchlich ist, was künstlich und exzentrisch ist und was schließlich unwirklich ist im Sinne praktischer Bedeutungslosigkeit." Das Zitat

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