Kaufen, kaufen, kaufen

Extra | Robert Misik | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

KONSUMISMUS Wie bringen Dinge unsere Persönlichkeit zum Ausdruck? Sagen unsere bevorzugten Automarken tatsächlich etwas über unser Wahlverhalten aus? Kulturtheoretiker bemühen sich um Antworten.

Langsam spricht sich herum, dass der Konsumismus mehr ist als der Einkauf nützlicher Dinge. Und Shopping nicht bloß eine Technik, sich Güter zu besorgen. Der Konsumismus ist ein Weltverhältnis, Shopping die zeitgenössische Art, uns mit unserer Lebenswelt in Verbindung zu setzen. Mit jedem Einkauf erwerben wir ein Stück Welt, und wir erwerben uns buchstäblich selbst.

Wenn wir uns, wie in solchen Fällen gerne formuliert wird, "etwas gönnen", dann wird am Ende möglicherweise auch eine Ware erstanden, aber wir konsumieren auch Bilder, die wir schon im Kopf haben, entscheiden uns für einen Lebensstil, kaufen uns Affekte oder etwas Schönes am Erlebnismarkt. Kurzum: Im Consumer Capitalism geht es ebenso sehr um Kultur und Identität wie um Ökonomie und Profit. Kein Wunder, dass die Figur


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