Der Bildverlust


Matthias Dusini
Extra | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

KUNSTGESCHICHTE Beat Wyss beschreibt in seinem neuen Buch Methoden der Bildanalyse. Doch wo bleiben die Bilder?

Der Schweizer Beat Wyss, Jahrgang 1947, gehört zu jenen Kunsthistorikern, die ihre Disziplin vom Ruf befreit haben, dass sich ihr Betätigungsfeld auf den stilistischen Vergleich spätbarocker Bozzetti oder die Untersuchung der Reflexe niederländischer Beweinungskompositionen in der österreichischen Malerei des 15. Jahrhunderts beschränkt. Buchtitel wie "Die Welt als T-Shirt" bescherten ihm eine über die Fachgrenzen hinausgehende Leserschaft. An der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe leitet Wyss das Graduiertenkolleg "Bild - Medium - Körper", auf dessen Forschungen die vorliegende Publikation beruht.

Eine ganzes Bündel bildanalytischer Methoden breitet Wyss darin aus. Das weitverzweigte semiotische Modell von Charles Sanders Pierce dient ihm ebenso zur Grundlage einer Neuinterpretation kunsthistorischer Epochen wie die Systemtheorie des Soziologen Niklas Luhmann.

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