No Dope, No Hope

Extra | Lukas Wieselberg | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

SPORT Drei deutsche Sportwissenschaftler berichten über gängige Dopingpraktiken im Spitzensport. Zwei Soziologen erklären, warum gedopt wird und was man dagegen tun könnte.

Wolfgang Konrad war Ende August ziemlich sauer: "Ihre Wortmeldungen sind unqualifiziert, unverständlich und lediglich der Versuch, eine positive Entwicklung, nämlich die regelmäßige und lustvolle sportliche Aktivität zahlreicher Personen, schlechtzureden." In einem offenen Brief sah sich der ehemalige Weltklasseläufer und langjährige Veranstalter des Wiener Stadtmarathons bemüßigt, den Ruf aller Hobbyläufer zu verteidigen. Angepatzt hatte den Hans Holdhaus, Österreichs "Anti-Doping-Papst". Er war am 22. August in der U-Bahn-Zeitung mit den Worten zitiert worden, dass "ein Drittel der Starter beim Wien-Marathon gedopt ist". Aus Sicht von Konrad eine gemeine Unterstellung. "In der 23-jährigen Geschichte des Wien-Marathons gibt es trotz Dopingkontrollen keinen einzigen positiven Dopingfall", schrieb Konrad


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