Schlechten Appetit!

Extra | Astrid Kuffner | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

ESSEN "Die Joghurtlüge" gewährt ziemlich unappetitliche Einblicke in die Praktiken der Lebensmittelindustrie.

Das Gammelfleisch ist im wahrsten Sinne des Wortes gegessen. Da kommt "Die Joghurtlüge" wie gerufen, ein Buch, das sich indes weniger den Lebensmittelskandalen widmet als systematische Fehlentwicklungen der Ernähungsindustrie aufzeigt, die nicht zuletzt auf die Wünsche von uns Konsumenten zurückgehen. Denn was wir essen, muss gesund halten, gut schmecken und darf nur wenig Zeit und Geld kosten. Entsprechend heißen auch beim Essen die Megatrends Wellness, Convenience und Genuss. Diese Dreifaltigkeit ist jedoch eine unheilige. Die Strategien der Konzerne, die darauf Bezug nehmen, sind umso abgebrühter und bestätigen einmal mehr das Diktum vom "Big ist böse".

Wenn das Autorenpaar Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu etwa über Functional Food schreibt, dann bleibt einem das geschlürfte Joghurt in der Speiseröhre stecken. Die gesetzliche Definition der im Supermarkt erhältlichen


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