Duttweilers Erbe

Extra | Sebastian Fasthuberr | aus FALTER 40/06 vom 04.10.2006

POPGESCHICHTE In "Pop essen Mauer auf" erzählt Stefan Maelck die unglaubliche Geschichte der DDR-Popmusik.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Wer wüsste das besser als unsere deutschen Nachbarn, denen dieser Spruch nicht ganz zufällig zugeschrieben wird. Wo die Kalauer von Haus aus tief fliegen, da geht es bekanntlich immer noch ein wenig tiefer, weiß auch Stefan Maelck, der mit dem pseudoaufdeckerischen Pamphlet "Pop essen Mauer auf" so unverblümt den Schenkelklopfinstinkt anspricht, dass es - kaum zu glauben - schon wieder lustig ist.

Aber der Reihe nach. Maelcks Geschichte beruht auf der sensationellen Entdeckung, dass "der Kommunismus den Pop erfand und sich damit selbst abschaffte". Das hat nicht der Autor selbst herausgefunden, das wurde ihm angeblich von einem Kollegen zugespielt, der sich jahrelang mit Ostrock beschäftigt hatte und dabei über eine Geheimakte auf einen mysteriösen Stasimann namens Duttweiler gestoßen war.

Nicht die Beatles, nicht die Rolling Stones (deren


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